In einem professionellen Orchester spielen Musikerinnen und Musiker aus vielen Nationen. Üblicherweise musizieren sie in Konzertsälen und Opernhäusern, inzwischen aber auch an ungewöhnlichen Orten und in Schulen, Kindergärten oder Altenheimen. Mit künstlerischen Mitteln nehmen sie an der gesellschaftlichen Entwicklung teil und gestalten so die Zukunft unseres Landes mit.

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Orchester in Deutschland zahlreichen Herausforderungen gestellt. Der Mut zum Neuen und die Freude bei der Suche nach Wegen jenseits der herkömmlichen Pfade machen das Publikum neugierig und schaffen neue Netzwerke in der Gesellschaft.

Um diese Innovationsfreude der Orchester überregional bekannt zu machen und zu würdigen, lobt die Deutsche Orchester-Stiftung den Preis «Innovatives Orchester des Jahres» aus. Er ist mit 10.000 € dotiert und wird künftig jährlich von einer hochkarätigen Jury unter Vorsitz des geschäftsführenden Intendanten der Osterfestspiele Salzburg, Prof. Dr. Peter Ruzicka, vergeben.

Innovation bedeutet eine strategische Neuausrichtung der Kulturinstitution bzw. des Klangkörpers. Die Neuausrichtung kann die gesamte oder Teile der Kulturinstitution betreffen. Erfolgreiche Innovationen zeichnen sich durch neue Ideen und wegweisende Verfahren aus. Bestenfalls haben sie Vorbildcharakter.

Innovation kann sich beziehen auf:

  • Aktivitäten, Veranstaltungen (z.B. Programme, Formate)
  • Zielgruppen (z.B. Interkulturalität, Teilhabegerechtigkeit)
  • Vermittlung (z.B. pädagogische Strategien, Medieneinsatz)
  • Kooperationen (z.B. mit Unternehmen, mit «freier Szene»)
  • Gewinnung zusätzlichen Publikums (z.B. Kommunikations­­s­trategien, Programmentwicklung)
  • Organisation / Management (z.B. Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie)

Die aufgeführten Teilbereiche können durchaus in Wechsel­wirkung miteinander stehen. Allen professionellen Orchestern in Deutschland, die mindestens 32 Wochen im Jahr aktiv sind, steht eine Bewerbung offen.

Sponsoren

Wir danken Frau Dr. Susanne Litzel, Herrn Dr. Ulrich Köstlin und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) für die Finanzierung des Preisgeldes.

Interview mit Deutschlandfunk Kultur

Der Deutschlandfunk Kultur führte mit uns ein Interview über das Projekt. Hier können Sie einen Ausschnitt hören: